Festgeld und das Tagesgeld im Vergleich
Beide Formen der Geldanlage sind risikolose Investitionen, da die Gelder auf den Konten verbucht werden und nicht in spekulative Vermögenswerte angelegt werden. Wenn die kontoführende Bank dem Einlagensicherungsfonds angehört, ist das Guthaben des Kontoinhabers auch im Falle der Insolvenz der Bank geschützt. Desweiteren gilt für beide Konten, dass der Anleger die Zinserträge steuerfrei einbehalten kann, wenn er der Bank eine Nichtveranlagungsbescheinigung oder einen Freistellungsauftrag einreicht.
Hinsichtlich der Unterschiede zwischen dem Tagesgeldkonto und dem Festgeldkonto fallen als erstes die Verfügungsmöglichkeiten über das Kontoguthaben auf. Die Bezeichnung Tagesgeld gibt bereits Auskunft darüber, dass diese Form der Geldanlage täglich verfügbar und jederzeit für Auszahlungen und Einzahlungen zugänglich ist. Ausserdem gelten in der Regel keine Mindest- oder Höchstanlagebeträge.
Beim Festgeldkonto verhält es sich anders, da nach der Eröffnung des Kontos und der Einzahlung des vereinbarten Betrages das Konto für die Dauer der Laufzeit für Verfügungen gesperrt ist. Nur in Ausnahmefällen wie z.B. der Arbeitslosigkeit des Kontoinhabers kann vorzeitig über das Festgeldkonto verfügt werden, wobei dann mit einem Zinsverlust zu rechnen ist. Ausserdem wird häufig ein Mindestanlagebetrag verlangt, der zwischen 1.000€ und 5.000€ liegt. Die Laufzeitvereinbarung kann einige Wochen oder einige Jahre betragen und hat Einfluss auf den Zinssatz.
Wenn sich das Zinsniveau am Geld- und Kapitalmarkt normal entwickelt weisen Geldanlagen, die einer langen Laufzeit unterliegen eine höhere Verzinsung auf als Geldanlagen, die täglich verfügbar sind. Aus diesem Grund werden Festgeldanlagen meistens höher verzinst als Tagesgeldanlagen. Beim Tagesgeldkonto werden die Zinsen monatlich oder quartalsweise gutgeschrieben, so dass der Anleger vom Zinseszinseffekt profitieren kann. Beim Festgeldkonto erfolgt die Zinsgutschrift am Ende der Laufzeit.