Geldanlage


 

Geschlossene Fonds bieten eine recht große Renditechance

Geschlossene Fonds haben in den letzten Jahren eine ziemlich große Wandlung hinter sich gebracht. Wurden sie früher vor allem als Steuerstundungsmodelle genutzt, so werden sie heute insbesondere aufgelegt, um überdurchschnittliche Renditen zu erzielen. Der Grund hierfür liegt hauptsächlich in der veränderten Gesetzgebung, die steuerliche Gestaltungsmöglichkeiten für Kommanditisten erheblich eingeschränkt hat.

Ein geschlossener Fonds unterscheidet sich von einem offenen Fonds vor allem dadurch, dass man Anteile an diesem Fonds nur innerhalb des Platzierungszeitraumes erwerben kann, da dieser danach geschlossen wird. Durch den Erwerb von Anteilen an einem geschlossenen Fonds wird man als Kommanditist zum Mitunternehmer. Dabei hat man große Gewinnchancen, setzt sich jedoch auch der Gefahr aus, einen Totalverlust seiner Geldanlage zu erleiden.

Die Beteiligung erfolgt in der Regel durch eine feste Einlage, die normalerweise bei 5.000 Euro liegt, jedoch auch vom jeweiligen Fondszweck abhängt. Darüber hinaus ist in vielen Fällen ein Agio von 5% zu entrichten. Bei der Anlagedauer gibt es eine recht große Vielfalt, obwohl es sich meistens um langfristig angelegtes Kapital handelt, welches einige Jahre im Fondsvermögen verbleibt. Die Anteile können während der Anlagedauer auch nicht an der Börse gehandelt werden.  

Geschlossene Fonds investieren oft in Anlagegüter, die eine überdurchschnittliche Rendite versprechen. Hierzu zählen unter anderem Werke zur Erzeugung von regenerativen Energien, Gewerbeimmobilien, Schiffe und Unternehmensbeteiligungen. Eine Einlagensicherung ist bei geschlossenen Fonds nicht üblich, so dass es durchaus möglich ist, dass man sein gesamtes eingesetztes Kapital dabei verliert.

Um langfristig erfolgreich in geschlossene Fonds investieren zu können, sollte man sich vorher auch über die verschiedenen Risiken im Klaren sein, die damit verbunden sind. Es kann nämlich passieren, dass man Verluste aus geschlossenen Fonds überhaupt nicht steuerlich geltend machen kann, wenn das Finanzamt dabei eine fehlende Gewinnerzielungsabsicht unterstellt. Auch sollte man die Haftung beachten und bei Beteiligungen an GbR- Fonds eher zurückhaltend sein, da man hier mitunter mit seinem kompletten Privatvermögen haftet.

Trotzdem können geschlossene Fonds natürlich auch eine außergewöhnlich hohe Nachsteuer-Rendite erzielen, wenn alles gut geht. Sie sind als Renditeobjekte vor allem für etwas risikoaffinere Anleger genau das Richtige, jedoch sollten insbesondere unerfahrenere Anleger eher vorsichtig damit umgehen.

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